Geburtsplan

Es bietet sich immer an einen Geburtsplan zu erstellen, damit sich das Krankenhauspersonal und ggf. auch deine Hebamme auf deine Vorlieben während und nach der Geburt einstellen können. Ein Geburtsplan hilft somit unnötigen Stress während der Geburt zu vermeiden, da alle Wünsche bereits niedergeschrieben wurden und man sich besser auf die eigentliche Geburt konzentrieren kann. Am Anfang eines jeden Geburtsplanes sollte das jeweilige Krankenhaus, der Patientenname und ggf. das Geburtsdatum erwähnt werden, damit keine Verwechselungsgefahr besteht. Natürliche Geburt vs. Kaiserschnitt Zudem solltest du dir im Voraus darüber klar werden, ob eine natürliche Geburt oder eher ein Kaiserschnitt für dich in Frage kommt. Dieser Wunsch sollte dann auch direkt in den Geburtsplan mit aufgenommen werden. Wer darf anwesend sein? Geklärt werden sollte auch wer während der Geburt dabei sein darf, wie z.B. der Ehemann, die Mutter, die Hebamme, etc.. Umgebung – Wie fühlst du dich am Entspanntesten?

  • gedämmtes Licht
  • ruhiger Raum
  • Musik
  • eigene bequeme Kleidung tragen
  • Duftkerzen
  • Duftöl

Mobilität: Für eine einfachere Geburt sollte versucht werden sich so lange wie möglich in Bewegung zu halten. Wer das jedoch nicht möchte kann dies auch in seinem Geburtsplan vermerken.

  • spazieren gehen
  • auf einem Gymnastikball sitzen
  • Yogaübungen

Überwachung des Babies: Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Baby während der Geburt zu überwachen. Welche Methoden präferierst du?

  • die Intervall- oder intermittierende Überwachung
  • Kontinuierliche elektronische Überwachung mittels CTG (Wehenschreiber)
  • Fetale Überwachung

Schmerzlinderung: Es gibt verschiedene Schmerzmittel, die für die Geburt eingesetzt werden können. Daher ist es wichtig sich vorher die verschiedenen Möglichkeiten und auch ggf. deren Nebenwirkungen anzuschauen und zu überlegen welche bzw. ob überhaupt Schmerzmittel bzw. Alternativen für dich in Frage kommen.

  • Atemtechniken
  • ein Entspannungsbad nehmen (mit Badeöl/-salz)
  • Massagen
  • Lachgas
  • Paracetamol
  • Pethidin Spritze
  • Epiduralanästhesie (PDA)
  • versuchen ohne Schmerzmittel auszukommen

Zweite Phase der Geburt: In der Phase ist es wichtig für sich selber herauszufinden welche Position sich für Einen am Besten anfühlt.

  • hockend
  • halb stehend
  • stehend
  • auf einem Geburtshocker
  • auf der Seite liegend

Dammschnitt: Es kann immer vorkommen, dass ein Dammschnitt durchgeführt werden muss. Es gibt jedoch auch einige die vorsorglich einen Dammschnitt machen lassen, bevor etwas “unkontrolliert” einreist. Diese Präferenzen sollten auch angegeben werden. Kaiserschnitt: Falls doch ein Kaiserschnitt durchgeführt werden muss, sollte auch bereits im Voraus entschieden werden wie die OP ablaufen soll.

  • Eine zweite Meinung soll eingeholt werden
  • der Partner darf / soll anwesend sein
  • der Partner soll das Baby so schnell wie möglich halten dürfen
  • das Baby so schnell wie möglich stillen zu können
  • eine PDA als Anästhesie nutzen
  • Sichtschutz soll niedrig angebracht werden
  • Fotos / Videos dürfen / sollen gemacht werden

Nach der Geburt:

  • das Baby so schnell wie möglich halten zu dürfen
  • das Baby so schnell wie möglich stillen zu können
  • die Nabelschnur soll erst getrennt werden nachdem sie aufgehört hat zu pulsieren
  • der Partner darf / soll die Nabelschnur durchtrennen
  • das Baby soll nur in meiner Gegenwart untersucht werden, falls das nicht möglich ist soll mein Partner immer dabei sein
  • die Nabelschnur aufbewahren lassen

Nachgeburt der Plazenta: Ggf. kann eine Spritze gegeben werden, die vorbeugend gegen starke innere Blutungen hilft. Metabolic Screening Test: Der Test kann direkt im Krankenhaus durchgeführt werden. Er wird jedoch in Hong Kong nicht standardmäßig durchgeführt (nur auf Anfrage). Daher sollte dies auch im Geburtsplan erwähnt werden, wenn der Test durchgeführt werden soll. Routineimpfungen: Impfungen starten in Hong Kong schon direkt nach der Geburt des Kindes im Krankenhaus. Im Geburtsplan kann jedoch angegeben werden welche Impfungen man machen lassen will und welche ggf. nicht.

  • Vitamin K
  • Hepatitis B
  • Tuberkulose

Fütterung des Babies: Stillen ist sehr wichtig für das Neugeborne. So erhält es alle wichtigen Nährstoffe direkt von seiner Mutter. Wer jedoch lieber die Flasche geben will, sollte sich bereits vorher für eine Milchpulvermarke entscheiden und schauen, dass es sich um “Pre” Milchpulver handelt. Diese Präferenzen sollten auch unbedingt im Geburtsplan angeben werden.

  • stillen (alle 2 Stunden und Nachts alle 3 Stunden), nichts anderes für mein Baby
  • mein Baby soll zusätzliches Trinken oder Essen bekommen
  • Milchpulver

Abrundend sollte der Geburtsplan von beiden Elternteilen mit Datum unterschrieben werden. Diese Auflistung soll helfen sich darüber im Klaren zu werden, welche Fragen im Krankenhaus auf einen zukommen könnten. Ich denke je besser man vorbereitet ist, desto entspannter kann man an die ganze Sache heran gehen, denn eine Geburt ist schon an sich aufregend genug 😉

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