Meine liebsten Kinderbücher

Von einer Sternschnuppe, die vom Himmel fällt und bei drei Bibergeschwistern landet, die sie mit TINTENSEIFENSUPPE aufpeppeln über einen nachtschwarzen Kater, der in seinem Kiez auf die Pirsch geht bis hin zur frechen, rothaarigen Göre, die nicht ihren kleinen Onkel, aber ihr Pferd in die Luft stemmen kann- sie alle sind fiktive Charaktere aus meinen liebsten Kinderbüchern und noch heute verbinde ich einiges mit den Geschichten. So diente das Wort „Tintenseifensuppe“ jahrelang als Codewort zwischen meiner Mutter und mir, wenn diese an der Tür klingelte und ich zu klein war, um durch den Spion zu gucken. Und wie habe ich mich gefreut irgendwann festzustellen, dass auch eine meiner besten Freundinnen ebenfalls großer Fan von NERO CORLEONE war, dem schwarzen Kater, den man sich so gut vorstellen konnte. Was genau all diese Gestalten trieben, habe ich längst vergessen, die Bilder hingegen kann ich teilweise noch immer vor meinem inneren Auge sehen. Und so würde ich auch heute noch das Kinderbuch SCHNUPPE DIE PUPPE empfehlen, ganz einfach, weil es so unglaublich schön gemalt ist. Ebenfalls aus der Kategorie Kinderbücher und meine Erinnerungen zu diesen ist ein ganz bestimmtes Pixibuch, an dessen Name ich mich nicht mehr erinnere, umso genauer weiß ich aber noch, dass es nicht besonders kindgerecht war. Ich hatte es zu meinem 9. oder 10. Geburtstag bekommen von irgendeiner Bekannten meiner Eltern  bekommen und lesebegeistert wie ich war, verschlung ich es sogleich. Allerdings nicht ohne mich zu wundern, denn schon bald wurde auch die Hauptfigur des Pixi  Buchs vom bösen Wolf verschlungen. Nicht weil sie etwas falsch gemacht hatte, sondern, weil sie alles immer so richtig machte, dass sie unzählige Abzeichen an ihrem Shirt trug. Als nun der böse Wolf kam und sie sich im Gebüsch versteckte, begann sie so sehr zu zittern, dass all ihre Medaillen aneinandergerieten und so laut klackerten, dass sie kurzerhand vom Wolf entdeckt und verspeist wurde. Die Moral von der Geschichte: Sei nicht immer so artig, am Ende wirst du eh gegessen?! So oder so ähnlich habe ich mir damals einen Reim auf das merkwürdige Buch gemacht. Heute finde ich es ziemlich amüsant und vielleicht hilft so eine Geschichte beizeiten ja gegen den perfektionistischen Schweinehund. Für Kinder halte ich es aber nach wie vor für eher ungeeignet.

Was es damals noch nicht gab, ich aber allein letztes Jahr zweimal verschenkte und mich schon unglaublich darauf freue, es irgendwann meinen Kindern vorzulesen, ist die schöne Geschichte von der Freundschaft zwischen Greta dem Wal und Anuk, dem kleinen Mädchen, die zusammen durch die wunderschön illustrierten Seiten des Buches VON WILDER WELT UND WANDERLUST reisen.

Zu der vorweihnachtlichen Zeit passt jedoch auch immer sehr gut der Klassiker WO DER WEIHNACHTSMANN WOHNT von Mauri Kunnas.

Und zum Thema selbst illustrierte Kinderbücher muss ich dann wohl zugeben, dass auch ich mich daran versucht habe ein Kinderbuch ins Leben zu rufen, welches es sich auch zur Aufgabe macht „von Anfang an“ eine gewisse Toleranz für verschiedenste Lebensformen zu entwickeln. Die erste Geschichte heißt ganz einfach „Von Strolchen und Füchsen“ und erzählt von dem Kennenlernen von Strolch und Fuchs, die zwar unterschiedlicher nicht sein können, nichtsdestotrotz aber als Freunde zueinanderfinden. Diese Geschichte stellt sozusagen den Auftakt einer Reihe dar und soll bald endlich auch im online Shop unter www.strolcheundfuechse.de erhältlich sein. Darin finden sich sowohl freche Feen, wie auch ein schwules Maulwurfspärchen wieder, sodass ganz nebenbei erzählt wird, was in Berlin eigentlich ohnehin selbstverständlich ist: nämlich, dass egal wer wen liebt und wofür, wir alle gut miteinander leben können, solange wir uns ein gewisses Maß an Respekt und Freundlichkeit entgegenbringen. Diese Haltung versuche ich nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern ganz nebenbei in meine Geschichte einzuflechten, sodass ein buntes Bild von unserer Lebenswelt gezeichnet wird, das hoffentlich Lust macht in die beizeiten auch fantastische Welt von Strolch und Fuchs einzutauchen.

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